Mosquito Circus (A3+, 6c, 285 m)

Erstbegangen und eingerichtet vom DAV NRW Alpinkader in neun Tagen im Sommer ’17 und ’18.

Einen schönen Bericht über die Erstbegehung findet ihr hier im Basislager bei unseren „Bergfreunden“:

https://www.bergfreunde.de/basislager/dav-nrw-alpinkader-bigwall-erstbegehung-im-urner-granit/

Ansonsten geht’s hier weiter die harten Fakten…


Routenbeschreibung

1. SL 45 m 6c A2 bzw. 7a+ (linke Variante) oder 6c A2+ (rechte Variante)

Erst Freikletterei in großer Platte, dann entweder nach links zur Schuppe (einfacher) oder rechtshaltend mit 2 x Bathook zum feinen Riss (besser).

2. SL 20 m A1 und 4 

Dreckrampe und Podeste.

3. SL 40 m A1 und 4+ 

Linkshaltend bis zu Band, dort nach rechts queren zum „Ersten großen Band“ 

4. SL 40 m A3+ 

Viele mittlere Pecker und mittlere Knifeblades. Erst Verschneidung, dann Rechtsquerung an Cam-Schuppe zum Stand: Achtung: am Ende der SL unbedingt den Bogen über links klettern, nicht direkt zum Stand, wegen loser Riesenschuppe!

5. SL 25 m A3+ und 4 

Links haltend in überhängende Platte mit 8-mm-Bolt und fixiertem Pecker. Zuletzt einfach zum Stand.

6. SL 45 m A2+ und 4 „Great-Roof-Pitch“ 

Feiner Riss in der rechten Wand – luftig.

7. SL 10 m „Zweites großes Band“ 

Querung nach links. Offensichtlicher Stand an Cams.

8. SL 60 m A3 und 4 „Chockstone-Crack“ 

Geschwungener Offwith-Riss. Achtung, die Klemmsteine sind locker. Pendelquergang an Bolt zu heikler Schuppe. 

9. SL 40 m 5 A2 „Nose“ 

Markanter Riss, Dachquerung nach rechts, kurze Ausstiegs-verschneidung. Stand an Block.

Abstieg

Abstieg entweder über den Gipfel des Mittleren Höhenberges (20-30 min vom Ausstieg der Route) und Salbithütte oder besser durch Abseilen über die Route bzw. Abseilpiste.

Abseilen

  • SL 9 und SL 8 seilt man direkt ab (35 m, 55 m)
  • SL 7 zurückqueren zum 6. Stand („Zweites großes Band“)
  • 16 m zu Abseilstand mit Fixseil an der Dachkante des „Great Roof“
  • 20 m abseilen und sich zum Stand unterm Dach ziehen
  • 42 m zum „Ersten Großen Band“
  • 20 m direkt runter zu Podest
  • 50 m zu kleinem Absatz
  • 20 m zum Boden

Absicherung und Material

Die Stände sind gebohrt (jeweils zwei 10er-Bolts), abgesehen vom Cam-Stand am „Zweiten großen Band“. Außerdem stecken vereinzelt gebohrte Zwischenhaken und Schlaghaken (bitte nicht entfernen). Inklusiv Standhaken sind es im Schnitt drei Bohrhaken pro Länge. Davon wurde nur knapp die Hälfte während der Erstbegehung gesetzt, der Rest nachgebohrt, mit dem Gedanken, einzelne Stellen zu entschärfen und den Materialaufwand für Wiederholer in einem angemessenen Rahmen zu halten. Mit dem aufgeführten Material lässt sich die Route jetzt weitestgehend gut absichern.

  • 60-m-Seile
  • 2 x Cam #0.1 (besser Aliens)
  • 3 x Cam #0.2–0.5 (besser Aliens)
  • 2 x Cam #0.75–4
  • 1 x Cam #5
  • Rock 3–7
  • kleines Set Micro-Offset-Keile
  • 9 Beaks (1 x groß, 4 x mittel, 4 x klein)
  • 10 Knifeblades, verschiedene Längen und Dicken
  • 2–3 LAs, eher dünn
  • 2–3 Angles, eher dünn
  • 1–2 x Talon
  • 1 x Grappling Hook o. Ä.
  • Drahtbürste und Fugenkratzer
  • Mückenspray!!!
  • für den Zustieg feste Schuhe und dünne Lederhandschuhe

Tipps und Taktik

Schnelle Seilschaften können die Route in zwei Tagen (Tal bis Tal) klettern. Biwak dann am besten am „Ersten großen Band“ (nach der 3. SL). Für die meisten Teams wird wohl ein weiteres Biwak fällig. Die sichere Variante: Biwakzeug bis zum „Zweiten großen Band“ mitnehmen. Die leichte Variante: Biwakzeug am „Ersten großen Band“ lassen und Gas geben. Die Cams #4–5, den 3. Satz #0.2–0.5 und 1 x #3 kann man bis zur „Great-Roof-Pitch“ im Haulbag lassen.

Zustieg und Einstieg

Von der Voralpkurve (1402 m, Parkplatz und Bushaltestelle) dem Weg zur Voralphütte folgen. Nach 20 min Gatter, kurz darauf Doppelkehre. 13 m nach der zweiten Kehre weglos rechts hoch in schwache Waldschneise (ca. 1565 m). Den Steinmännern folgen bis kurz vor den Einstieg der Route Traumschiff. Weiter zum Einstieg von Muja Hedder. Nun tendenziell rechts halten, an der Wand entlang (Wegspuren, vereinzelt kurze Fixseile). Nicht links im großen Couloir gehen (Steinschlaggefahr, mühevoll). Mit Bigwall-Gepäck insgesamt ca. 1,5 h. Einstieg auf ca. 1820 m bei kleinem Vorbau der markanten großen Platte (einzelner Bohrhaken).

Über Risiko und Entscheidungen

Der Kaderlehrgang im Sommer 2018 fand im Voralptal (Bigwall), am Sustenpass (Hochtourenausbildung) und im Mt. Blancgebiet statt.  


“Ein Gipfel gehört erst dir, wenn du wieder unten bist – denn vorher gehörst du ihm.“  


Weiß auch Kletterkoryphäe Hans Kammerlander. Doch nicht nur Glück war es, das den Profibergsteiger trotz all seiner riskanten Touren hat über 60 Jahre alt werden lassen. Hinter erfolgreichem Bergsteigen stecken unzählig viele Entscheidungen, richtige Entscheidungen. Eine solche richtige Entscheidung ist im Nachhinein oft leicht zu bewerten, doch zunächst mitunter eine äußerst schwierige Angelegenheit. 

Wetter

In den Genuss einer solchen Situation durften wir bei unserem letzten Alpinkader NRW Lehrgang auch kommen. In diesem Sommer stand für uns das Thema Hochtouren auf dem Plan, also alle Skills rund um das Laufen auf dem Gletscher am Seil, der Spaltenbergung und dem Laufen in der Höhe verfeinern. Doch zunächst mussten wir uns mit einer für den Bergsteiger sehr bekannten Entscheidung rumschlagen; Was fangen wir mit diesem Wetter an? Mal wieder wollte das Wetter nicht ganz so wie wir und deshalb trafen wir uns mal wieder in Göschenen in der Schweiz wo für die nächsten Tage wenigstens ein paar brauchbare Stunden vorhergesagt waren. Da sich die Wetterberichte fast stündlich änderten und dann trotzdem das erwartete Gewitter durch blauen Himmel ersetzt wurde, mussten wir die langen Westalpentouren vorerst etwas verschieben.

Erstbegehung & Hochtourenausbildung

Unser erstes Ziel war also das Voralptal wo uns eine unberührte Big Wall erwartete. Ein Projekt aus letztem Sommer das auf seine Fortsetzung wartete um mit dem richtigen Schliff zu einem Techno-Juwel zu werden. Mit einem Blick auf ein Wetterfenster fuhren wir mit Mann und Maus einmal über den Sustenpass und stiegen für eine Nacht auf die Tierberglihütte auf. Diese sollte uns als Stützpunkt für die Spaltenbergungseinheit dienen. Bei zunächst sommerlich brutzelnder Sonne liefen wir am Seil über den Gletscher, bis unser Ausbilder Fritz Miller eine Gletscherspalte gefunden hat, mit dessen furchteinflößender Größe er zufrieden war. Die nächsten Stunden musste jede Seilschaft, am gesicherten Seil, den Sturz des Seilschaftsersten in den schwarzen Abgrund zunächst erst mal halten und dann mit einer der verschiedenen Techniken retten. Von T-Anker über Mannschaftszug bis hin zur Selbstrettung übten wir die verschiedenen möglichen Szenarien bis Sie allmählich zu routiniertem Handwerk wurden. Auch der nächste Tag diente dazu, noch problematische Punkte zu verbessern und besonders schwierige Situationen zu lösen.

Auf zum Mt. Blanc

Wieder zurück im Tal entschieden wir uns dazu unser Wetterschicksal zu fordern und fuhren quer durchs Wallis ins Aostatal, Ziel: Mont Blanc. Nach 4 Pässen und unzählig vielen Kurven kamen wir nach einer Nacht unter freiem Himmel in Courmayeur an und genossen den atemberaubenden Blick auf das Bergmassiv mit einem italienischen Cappuccino. Das kleine italienische Kaffee an einem schönen Platz in der Fußgängerzone wurde von uns vorrübergehend zum strategischen Stützpunkt umfunktioniert.  Leider hatten wir nur ein kurzes Wetterfenster und wie die Tage uns gezeigt haben war dieser auch nicht viel zuverlässiger als griechische Busse. 

Über den Miagegletscher zur Gonellahütte

Wir entschieden uns also für die Überschreitung vom italienischen Normalweg auf den Mont Blanc über die Gonellahütte, mit Abstieg zum Rifugio Turino. Der Zustieg über den Miagegletscher war lang, wurde aber durch die wunderschöne Landschaft in der Charakteristischen Mont Blanc Szenerie zu einem abwechslungsreichen Panoramamarsch. Auf der Gonellahütte wurden wir mit Risotto auf die anstehende Nacht vorbereitet: Mitternacht Frühstück, danach Aufbruch in Richtung Gipfel. Der lange Weg vorbei am Dôme du Goûter führt zunächst über einen spaltenreichen Gletscher. Um die Schneebrücken und den steilen Anstieg zum Gipfel bei hartem Firn machen zu können, sind die tiefen Temperaturen in der Nacht sehr wichtig, dessen waren sich alle auf der Hütte bewusst. Aus diesem Grund gingen alle nach dem frühen Abendessen und schnell in das Schlaflager und versuchten wenigsten ein paar Stunden Ruhe für den Körper zu finden.

Zweifelhaftes Rudelverhalten?

00.00 Uhr: diverse Wecker bereiteten uns mehr oder weniger freundlich auf die anstehende Tour vor. Im wuseligen Treiben der Stirnlampen packten alle die letzten Sachen in ihren Rucksack und taumelten noch schlaftrunken die Treppe zum Frühstück runter wo sich schon die ersten Mitstreiter wortlos an der Nahrungsaufnahme versuchten. Unser erster Blick ging nach draußen. Das Wetter für die Nacht und den kommenden Morgen war gut vorhergesagt, erst gegen Nachmittag sollte die Gewitterwahrscheinlichkeit steigen. Doch sobald wir vor der Tür standen merkten wir: hier stimmt etwas nicht. Der Himmel war bewölkt und die Luft daher erstaunlich warm für mitten in der Nacht. Als zusätzlicher Unheilsverkünder sahen wir im Süden näher kommende Blitze. Ohne das einer sprach, wussten wir, dass unsere Tour hier vorbei war. Während ein unvorhergesehenes Gewitter im Anmarsch ist über aufgeweichte Schneebrücken auf den höchsten Gipfel der Alpen laufen und dann auch noch hinten wieder absteigen? Wer schon einmal auf dem Gipfel des Mont Blanc stand weiß, wie gefährlich schlechtes Wetter in dieser lebensverneinenden Welt aus Schnee und Eis ist. Und wenn sich der Wetterbericht schon stark irrt, dass das Wetter um 180 Grad dreht, wer weiß was uns dann auf dem Gipfel erwarten würde. Müde und enttäuscht diesen Weg hier nicht weiter gehen zu können setzen wir uns an den Tisch um wenigstens ein paar Toasts zu Essen. Wir alle wussten, es war die richtige Entscheidung, bei so ungewissem Wetter eine so lange Tour an zutreten wäre falsch. Doch als die ersten neben uns am Tisch Ihren Kaffee ausgetrunken hatten, fingen Sie an ihre Ausrüstung vorzubereiten. Der Rest der Hütte stimmte in die Vorbereitungen mit ein und nach einem kurzen abwartenden Blick auf den einheimischen Bergführer liefen alle Seilschaften los. Die Blitze, die immer näher kamen und der nun auch leichte Regen, sah oder wollte keiner wahrnehmen.

Schockiert über dieses erschreckende Rudelverhalten schauten wir den Lichtkegeln auf dem Gletscher hinterher bis Sie im Regen verschwanden und legten uns wieder ins Bettenlager. Hatten wir die richtige Entscheidung getroffen? Das Wetter ließ eigentlich keinen anderen Gedanken zu. Aber die Anderen? Und was, wenn das Wetter doch noch besser wurde? Wir wussten es nicht. Nach wenigen Stunden leichtem Schlaf kamen fast alle Seilschaften nass und erschöpft wieder ins Lager. Auch Sie mussten sich den Tatsachen der Realität geschlagen geben. Nur eine große Gruppe kam nicht zurück und schaffte es, wie wir annehmen mussten, auf den Gipfel. War unsere Entscheidung also doch nicht die Richtige?

Aiguille de Bionnassay

Am nächsten Morgen wachten wir nach einer unruhigen Nacht mit strahlend blauem Himmel auf. Hätten wir das gewusst wäre unsere Entscheidung vielleicht anders ausgefallen. Doch vor dieser Problematik stehen wir oft im Leben, nicht nur beim Bergsteigen. Wir beurteilen eine Entscheidung aufgrund des Ergebnisses anstatt durch die Tat. Ein Beispiel: Durch einen Lawinengefährdeten Hang mit Skiern abfahren ist auch dann keine gute Entscheidung, wenn nichts passiert. Was die Psychologen als „Outcome Bias“ bezeichnen, ist ein uns täglich begegnender Denkfehler der es einem schwer macht Entscheidungen richtig zu bewerten und daraus abgeleitet schwer die richtige Entscheidung zu treffen. Wir für unseren Teil waren uns schlussendlich sicher alles richtig gemacht zu haben. In den Bergen wird nur alt, wer das Risiko im richtigen Maße abwägt. Belohnt wurde unsere Entscheidung zunächst mit dem Gipfel der Aiguille de Bionnassay. Der 4052 Meter hohe Berg war in wenigen Stunden von der Gonellahütte aus zu erreichen und eröffnete uns einen wunderschönen Ausblick auf die südlichen Alpenausläufer.

Das Dach der Alpen – im zweiten Anlauf unvergesslich

Mit Blick auf´s Wetter entschieden wir uns dazu eine weitere Nacht auf der Hütte zu bleiben und dem Mont Blanc in der nächsten Nacht eine weitere Chance zu geben. Der Wettergott gab sich gnädig und kurz vor Sonnenaufgang standen wir auf dem 4810 Meter hohem Dach der Alpen. Im Abstieg begrüßten uns dann die ersten Sonnenstrahlen mit einem unvergesslichen Sonnenaufgang. Nach insgesamt 9 Stunden und 56 Minuten kamen wir dann endlich an der Turiner Hütte an, müde und glücklich, dass letztlich doch alles geklappt hat. Auf dem Rückweg ins Rheinland musste ich noch einmal über unsere Entscheidung nachdenken und darüber, auf welcher Grundlage man über Risiko entscheidet. Auch wenn die Situation im Nachhinein gar nicht mehr so spektakulär wirkte, blieb davon doch einiges bei mir hängen und ich war froh, dass wir mit der richtigen Einstellung in den Bergen unterwegs sind und die richtige Entscheidung getroffen haben.

Ausgefuchst Bergsteigen in den Westalpen

Am 22. Oktober traf sich der Kader in Chamonix um dieses mal in großen Höhen die Gipfel rund um den Mont Blanc unsicher zu machen.

Da das Wetter sich aber dafür entschied den Winter in Chamonix willkommen zu heißen, wurde kurzer Hand umdisponiert. Es gibt ja nicht nur in Chamonix hohe, steile Berge, sondern auch direkt in italienischer Nachbarschaft. So hieß das neue Ziel für den nächsten Tag das Gebiet rund um den Gran Paradiso 4016m. Am Abend wurden in Chamonix noch einmal die Annehmlichkeiten des Tales bei Burger und einem Bier genossen, bevor es morgens um 6 Uhr nach Italien gehen sollte. Der Morgen zeigte sich dann im tiefen Schneegestöber das aber kurz nach dem Mont Blanc Tunnel aufhören sollte und für Zuversicht sorgte.

Am Parkplatz des „Rifugio Vittorio EmanueleII“ (2709 m) wurden wir dann auch schon vom heimischen Empfangskomitee erwartet. Nach kurzem beschnuppern und Visite der Autos, sowie Erhalt eines Frühstückrestes, zeigte sich der flauschige Parkplatzchef sehr engagiert bei der Hilfe das Material zu sichten. Nachdem alles gerichtet war ging es dann los leider ohne unsere vierbeinige Unterstützung, da wir ja alle spätestens seit dem Hit der Beginner aus den 90ern wissen, dass Füchse keine Rudeltiere sind. Die Personalausstattung scheint aber rund um die Hütte recht gut etabliert zu sein, so wurden wir am Winterraum der Hütte erneut in Empfang genommen. Dieses mal war das Exemplar wohl schon länger in dieser etwas lebensfeindlichen Region unterwegs. Das Leben hat einige Spuren im Gesicht unseres pelzigen Hüttenwirts hinterlassen. Nachdem Fuchs und Kader versorgt waren mit Mittagessen und heißen Getränken sollte es noch weiter zum Ciarforon (3642 m) und seiner Nordwand gehen.

Das Wetter rund um Chamonix zeigte seine Auswirkungen in Form starker Föhnwinde und Bewölkung auch hier. Die eigentlich recht einfache Nordwand des Ciarforon zeigte sich von ihrer eher schlechten Seite. Sehr viel Blankeis, offene Spalten, ausgeschmolzene Felsblöcke und Felsbänder und zwischen durch Schnee. Trotz dessen wählten die drei Seilschaften ihre Linien und stiegen bei patagonischen Wetterverhältnissen ein. Mal kamen Wind und Schnee von oben, unten und der Seite. Leider mussten zwei Seilschaften unterhalb der Gipfelwand aufgrund der Bedingungen die teilweise senkrechtes Geröll klettern erfordeten und voran geschrittener Zeit den Rückzug antreten. Die Seilschaft um Fritz Miller mit Charly Langbein und Moritz Krämer erreichten bei starken Gipfelwinden das Ziel. Nach einigen Abalakovs erreichten alle Seilschaften fast unversehrt die Hütte und wärmten sich bei Tee und etlichen Trek’n’eats auf.

Am nächsten Morgenstand dann der 4061m hohe Gran Paradiso auf der Kader To-Do-Liste. Zusammen stiegen alle bis zum Gletscher, der zur Nordwand führt auf. Nach einiger Überlegung und Betrachtung der komplett blanken Nordwand standen die Seilschaften fest. Da sich Sebastian am Vortag eine Quetschung und leichte erfrierung am Finger holte und Moritz sich krank fühlte wählten diese den gemütlichen Normalweg. Auch Ausbilder Fritz Miller schien sich am Vortag etwas am Fussgelenk zugezogen zu haben und entschied sich für einen Nachmittag mit dem flauschigen Hüttenwirt. Die Seilschaften Charly Langbein und Merlin Mannich sowie Sascha Müller und Martin Brückner erreichten nach dem Wadenk(r)ampf den Gipfel des Gran Paradiso.

Das Wetter im Mont Blanc Gebiet weckte Optimismus für die nächsten Tage, somit stand fest, dass wir am nächsten Tag dorthin fahren würden. Nach Abstieg und ausgedehnter Mittagspause bei strahlender Sonne im Tal, fuhr der Kader leider ohne Fritz Miller, der noch mit seinem Fuss zu kämpfen hatte zum Pointe Hellbronner. Von dort aus ging es dann über den Gletscher in das val Blanche zu Fuße des Tour Ronde 3792m, der das Ziel für den nächsten Tag sein sollte. Der Kader teilte sich auf und so baute die eine Hälfte das Basiscamp auf und die andere Hälfte erkundete die Westwand sowie die Spalten auf dem Zustieg, die sich als zahlreich und verschneit darstellten. Nach einer kalten aber Sternenklaren Nacht stiegen zwei Seilschaften in die Nordwand ein und eine Seilschaft versuchte den Anstieg über die Westwand und den Westgrat. Sebastian Sarx und Martin Brückner, als auch Merlin Mannich und Sascha Müller konnten im Simultanklettern den Gipfel erreichen. Auch die Nordwand des Tour Ronde zeigte sich über weite Strecken blank und im oberen Teil auch sehr sprödes Eis.

Dennoch bot die Wand abwechslungs-reiche Kletterei und gewann durch die Verhältnisse auch an Anspruch. Der Gipfelaufbau forderte noch einmal sicheres Klettern in Steigeisen und war ein gelungenes Finale für eine durchweg schöne Tour. Auch Charly Langbein und Moritz Krämer erreichten den Gipfel nach einer Eisflanke und Gratkletterei. Der Abstieg forderte noch einmal Aufmerksamkeit und Vorsicht, durch den sulzigen Schnee am Mittag war das vorankommen erschwert. Aber nach etwas Gratkletterei und Chamonix typischen Abseilern an allerhand Schlingenmaterial war auch dieser geschafft. Eine Seilschaft seilte die Nordwand wieder ab und zeigte erneut ihr Abalakov können.

Nach einer sehr stürmischen Nacht auf dem Gletscher wurden in Windeseile die Zelte abgebaut und Rucksäcke gepackt. Bei starken Winden und kaum Sicht sowie einer verschneiten Spur stapfte der Kader zurück zu Seilbahnstation, um auf schnellsten Wege ins Tal zu gelangen. Dort gab es dann Sonne, frische Kleidung und allerhand Leckereien. Nach Packen und Verabschieden ging es dann für alle Richtung Zuhause oder auf den nächsten Gletscher.

Bigwall-Camp des DAV Alpinkader NRW

Vom 9. bis 18. August 2017 fand das Bigwall-Camp des ersten Alpinkader NRW statt.

Wetterbedingt begann das Camp im Baden-Württembergischen Balingen in der Kletterhalle, wo die fünf Kadermitglieder einen Tag lang mit Ausbilder Fritz Miller die Grundtechnikendes Techno- und Aidkletterns vertieften. Dem Regen entfliehend stoppte das sechsköpfige Team am folgenden Abend am südlichen Ende des Comer Sees, um tags darauf an der über 250 m hohen Wand des Berges Medale über dem Ort Lecco in Zweierteams bei klarem Himmel und Hitze Mehrseillängenrouten im Grad 6c bis 6c+ zu klettern.

Am gleichen Abend fand die Reise ins ursprünglich von Beginn an anvisierte Göschenertal statt, wo für die nächsten zwei Tage ausreichend gutes und stabiles Wetter vorhergesagt war. Die beiden Ausbilder und Alpinkader-Gründer David Colling und Charly Langbein komplettierten von nun an die Gruppe.

Im vorderen Voralptal kletterten Merlin und Sascha in den kommenden anderthalb Tagen die Technoroute „Muja Hedder“ (A2, 6a, 200 m) und Sebastian  sowie Moritz die Route„Traumschiff“ (A2+, 6a, 200 m). Beide Routen haben gebohrte Standplätze, sind dazwischen jedoch selbst abzusichern. Nach drei Seillängen treffen sich die Routen auf einem Biwakband, auf dem bis zu fünf Personen gut übernachten können.

Charly, Fritz und Martin arbeiteten währenddessen an einer Neutour in einer etwa 300 m hohen, bisher noch nicht durchstiegenen Wand. Inklusive Anlegung eines steilen Zustiegspfades kamen die drei in ebenfalls anderthalb Tagen auf dreieinhalb Techno-Seillängen und etwa 90 Höhenmeter hinauf und mussten die Fertigstellung dieser Route vorerst aufschieben. David fotografierte und filmte alle drei Seilschaften. 

Nach zwei Lehreinheiten – eine zum Thema Bohrhaken und eine zu den Techniken des Simultankletterns – konnte der vorletzte Tag aufgrund des Wetterglücks für eine Besteigung des Salbit-Westgrates (6b, A1, 1000 m) genutzt werden. Moritz und Merlin  sowie Charly und Sascha stiegen von der Biwakschachtel am Beginn des Grates in knapp unter und etwas über sieben Stunden bis zum Gipfel, Sebastian und Martin benötigten acht Stunden, nachdem sie am gleichen Morgen vom Tal aus in zweieinhalb Stunden aufgestiegen waren. Nach einem letzten gemeinsamen Abend diente der folgende Morgen nur noch dem Sortieren des Materials und der Abreise vom Campingplatz auf der Göscheneralp.

Die Kunst des Materialkampfes

Rund um den Mittsommertag Ende Juni machte sich der Alpinkader auf den Weg nach Ettringen, um vom Big-Wall-Großmeister Alex Schmalz-Friedberger in den Künsten des technischen Kletterns unterrichtet zu werden.

Die ersten Leiter-Schritte

Ziel war es, in 3 Tagen alles Wichtige in Erfahrung zu bringen, was man in den großen Wänden braucht, um sich, inklusive kompletter Kletterausrüstung und Verpflegung, in einem Kampf mit Fels und Eisen von Biwak zu Biwak vorzuarbeiten und um schließlich, erleichtert wie ein Gülle-Taucher, oben auszusteigen und nach Luft zu schnappen. Also trafen wir uns freitagmorgens auf dem großen Parkplatz von Ettringen, alle mit nach Kaffee bettelnden Gesichtern und mit Schlafsand verstaubten Augen. Mit einem Kaffee in der Hand und (daher) gut gelaunt wartete Alex vor seinem Auto auf uns. Der Autor des Führers „Schwarze Säulen“ und massenhafter Erschließer in Ettringen ist ein drahtiger Mann, mit abgewetzter Basecap und von etlichen groben Felskontakten geflickter Hose. Sein von Abenteuern gezeichnetes Gesicht lässt einen die vielen wilden Geschichten aus den großen Wänden erahnen. Wie wir die nächsten Tage feststellen durften, ist Alex nicht nur ein echt harter Hund, sondern auch ein echt cooler Typ. Nachdem noch schnell der eine 

oder andere Power-Kaffee gebrüht wurde, liefen wir mit einem Metallberg auf dem Rücken zur Dürener Wand, die für den restlichen Tag unser Trainingsspot werden sollte. Zunächst standen absolute Basics auf dem Programm: Daisy-Chain an den Gurt, Karabiner an die Daisy-Chain, Leiter an den Karabiner; den kleinen Aluminiumhaken mit dem Hundenamen „Fifi“ noch in die Anseilschlaufe und schon steht das Grundgerüst. Alex gab uns noch ein paar Tipps, welche Cam-Größen wir brauchten, und schon stiegen wir in unsere erste technische Route ein. Cam setzen, Bounce-Test machen (d.h. das gesetzte Placement dynamisch auf seine Vertrauenswürdigkeit prüfen), wenn die Sicherung hält, zunächst die erste Leiter einhängen, Fifi dazu und dann die zweite Leiter. Die Leitern so hoch steigen wie es geht und mit voll ausgefahrenem Clipstick-Arm den nächsten Cam setzen.

Von neuen Gedanken

14 Cams und mindestens ein Liter Schweiß später stand der Erste oben am Umlenker. Das war anstrengend. Und das Ganze ohne echten Felskontakt. Hatte das überhaupt noch etwas mit Klettern zu tun? Der gedankliche Schritt vom freien Rotpunktklettern und dem schnellen Alpinstil in den Alpen hin zum langsamen und beschwerlichen Techno-Klettern ist zunächst nicht ganz einfach. Man muss sich mit einer ganz neuen Kletterethik anfreunden und seinen eigenen Spirit etwas umstrukturieren. Das technische Klettern eröffnet jedoch ganz neue Möglichkeiten, die weit über das Wegschummeln von einzelnen Schlüsselstellen hinausreichen. Wer eine Route wie die Nose am El Capitan ohne technische Hilfsmittel bewältigen kann, der fühle sich frei dies auch zu tun. Der überbleibenden Mehrheit, der das jedoch verweigert bleibt, steht nun allerdings jeder einzelne Kunstgriff des Techno-Kletterns zur Verfügung, um eine solche Wand zu bezwingen. Und eben das charakterisiert das

auch als Aid-Klettern bezeichnete Techno-Klettern: Neben viel Schweiß, Blut und Anstrengung geht es darum, aus einem beinahe unendlichen Repertoire an Möglichkeiten seinen eigenen, passenden Weg zu finden, sich mit Hilfe von Cams, Keilen, Ballnuts, Schlaghaken, Skyhooks, Peckern und vielem mehr die Wand hochzuschuften. Und so endeckten wir nach der zweiten Route auch alle schon den besonderen Charakter dieser Art der vertikalen Fortbewegung und wurden langsam heiß auf Schwierigeres. Neben Routen, die wir uns fast ausschließlich mit Peckern, Haken und ähnlichem Material hochnageln mussten, jagte Alex uns auch im Toprope durch aalglatte Wände, die erst bei genauerem Hinsehen millimeterkleine Leisten für Skyhooks bereithielten. Abgeschlossen wurde der Tag big-wall-getreu in zwei Portaledges, die für die kommende Nacht unsere luftige Herberge darstellten.

The little ones go big

Für den nächsten Tag stand Big-Wall-Logistik auf dem Plan, also das Nachziehen des Haulbags via Körperhub oder, wenn die Wohnzimmergarnitur doch nicht zu Hause bleiben konnte, per Flaschenzug. Ein paar Seile mehr am Stand, wodurch Materialorganisation noch wichtiger wird, und noch ein Schweißtropfen mehr, aber ansonsten kein Hexenwerk, wenn man mit alpinen Sicherungstechniken vertraut ist. Auch die Technik des „Lower-Out“, das Sich-selbst-Ablassen beim Nachstieg mit Steigklemmen in Querungen, verinnerlichten wir alle schnell und freuten uns über jede von Alex´ Anekdoten. 

Am Sonntag stand zu guter Letzt noch eine schwere Techno-Route für jeden bereit und ein kleiner Crashkurs zum Thema Bohren. Die Techno-Route „Girls Club“ war ein langer dünner Riss, der unseren neu erworbenen Fähigkeiten alles abverlangte und einige Griffe in die Trickkiste erforderte. Doch nach diesem psychischen Machtkampf mit der Wand war auch diese Herausforderung geschafft und es gab ein durchaus begeistertes Lob vom Meister himself. Wie versprochen zeigte Alex uns jetzt noch die verschiedenen Varianten, eine Route mit Haken zu versehen. Neben der Makita für schnelle Nummern bohrten wir auch unsere ersten Löcher mit dem Handbohrer, was neben schmerzenden Unterarmen auch ein anderes Bewusstsein für das Hakensetzen hinterließ.

Der Beginn von Großem

Alles in allem ein absolut gelungenes Wochenende. Trotz anfänglicher Skepsis dem neuen

Stil gegenüber waren wir nach den drei Tagen alle hoch motiviert, unser neues Können an den Fels bzw. ans Metall zu bringen. Das technische Klettern hat einen ganz anderen und neuen Charakter als all die anderen Sachen, die wir vorher gemacht haben. Lässt man sich jedoch auf diesen nervenzehrenden Stil ein, erweitert man den eigenen Horizont des Kletterns und erlangt die Möglichkeiten, die höchsten und wildesten Wände zu durchsteigen, die es gibt.

Aiguille Verte

Von Megève aus betrachtet wirkt die erhabene Aiguille Verte als einer der schönsten Berge um Chamonix auf mich.

Nachdem mich an Ostern zwei derzeit in Chamonix verweilende spanische Freunde erst einmal unverbindlich auf das Couturier Couloir angesprochen hatten, trafen wir uns nun an Christi Himmelfahrt für einen Versuch vor Ort.

Nach dem Zustieg am Freitag Nachmittag starteten wir schon um Mitternacht an der Argentière-Hütte, denn Jon und Alex sehen sich selbst nicht als die schnellsten Kletterer und wir wollten früh am Tag durch das Whymper Couloir auf der anderen Seite des Berges abseilen.

Nach gemächlichem Klettern und schönem Sonnenaufgang kamen wir um 9:30 Uhr gleichzeitig mit vier Franzosen am Gipfel an. Die Höhe und die brennende Sonne wurden dort schon deutlich spürbar. Das folgende Abseilen zog sich vier Stunden und über 15

Abseillängen hin und, wie befürchtet, begannen letztlich in dem nach Süden ausgerichteten Couloir die Steine zu fliegen.

Auf dem darunterliegenden Gletscher war der Schnee in der Mittagssonne schwer und weich, so dass wir bis zur Couvercle-Hütte ständig hüfttief wegsackten. Rundherum polterte es von den Steinschlägen. Auf einem etwa 30° geneigten Hang ging rechts hinter einem Serac wie in Zeitlupe eine Lawine über eine Breite von etwa 50 m ganz langsam ab und kam nach 200 m kurz vor unserer weiterführenden Spur zum Stehen. Mit trockener Kehle schleppten wir uns hinab zur Hütte, wo die Franzosen ihr Tagesziel erreichten.

Der Steigeisen entledigt und die Sachen im Rucksack verstaut, kam die Motivation dann wieder etwas zurück und es ging beim Hüttenabstieg in Richtung Mer de Glace zügiger voran. Da wir erst gegen 20 Uhr an der Zahnradbahn auf dem Montenvers ankamen und keine Bahn mehr ins Tal fuhr, stiegen wir vom Gipfel bis nach Chamonix an diesem Tag somit über 3000 Höhenmeter ab und waren froh, als wir um 22 Uhr am Parkplatz ankamen.

Vorstellung auf der Mitgliederversammlung des DAV LV NRW

Nun ganz offiziell: Der erste DAV Alpinkader NRW hat sich gestern auf der Mitgliederversammlung des Landesverbands NRW seinen Sektionen vorgestellt.

Der Vorstand des DAV Landesverband NRW lud am Samstag alle seine Mitgliedssektionen zur zweimal jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung in die Natur- und Umweltschutz-Akademie (nua) in Recklinghausen ein. Für den DAV Alpinkader NRW war es der erste offizielle Termin nach dem Sichtungsverfahren.

Projektleiter David Colling stellte den Sektionen den ersten Alpinkader NRW vor:

Merlin Mannich – Sektion Siegburg

Moritz Krämer – Sektion Siegerland

Sebastian Sarx – Sektion Köln

Martin Brückner – Sektion Duisburg

Sascha Müller – Sektion Bonn

Nachdem er den DAV-Mitgliedern die aktuelle Version eines bald erscheinenden kurzen Films zum Sichtungsverfahren präsentiert hatte, beantwortete David Colling die Fragen der Sektionen und gab einen kurzen Ausblick über die in diesem Jahr anstehenden Events, Termine und Lehrgänge.

Der erste DAV Alpinkader NRW

Es ist soweit – nicht nur für die Aspiranten, sondern auch für das gesamte Ausbilderteam ist die sehr fordernde und kraftraubende Zeit des gestreckten Sichtungsverfahrens beendet – der erste DAV Alpinkader NRW steht.

Nach dem letzten Zusammenkommen der Kletterathleten aus NRW in Bad Hindelang ist sich das Ausbildungsteam sicher und die Kader-Mitglieder wurden ernannt. Diese letzte Sichtung, in Verbindung mit den vergangenen zwei Camps in 2016, gewährte einen zuverlässigen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Bewerber. Neben der ersten Hürde – der Prüfung der Kletterfertigkeiten im Basaltklettergarten in Ettringen (Juli 2016) – galt es nun, diese Fähigkeiten im Eis- und Mixgelände in alpinen Touren anzuwenden. Schnelligkeit durch technisches Können, Sicherheit durch fachmännische Handhabung des Materials und Teamarbeit sind dabei herausragende Komponenten. Zudem war eine herausragende Kondition, Zähigkeit und Biss gefragt, um den Sprung in den Kader zu schaffen. Alle Athleten erfüllten diese Anforderungen, wobei allerdings nur die fünf Besten den Sprung in den Kader schafften.

Dem Ausbilderteam gehörten neben Fritz Miller (BGF), Nils Beste (BGF), Franz-Xaver Mayr (BGF-Anwärter) auch die beiden Projektleiter David Colling und Charly Langbein an. Der letztendlichen Ernennung ging ein langer und sehr abgewogener Entscheidungsprozess voraus, der die vergangenen neun Monaten umfasste und zu folgender Zusammenstellung für den ersten Alpinkader NRW (von links nach rechts) gelangte:

Sascha Müller, DAV Bonn

Moritz Krämer, DAV Siegerland

Martin Brückner, DAV Duisburg

Sebastian Sarx, DAV Siegburg

Merlin Mannich, DAV Siegburg

Ein ausführlicher Bericht folgt auf unserer Website.